Antworten zum Thema; Projektmanagement, Ordner 7
 
Kapitel 1: Projektmanagement ( Für alle Fragen zum Thema; Projektmanagement, klicken Sie hier... )
 
1. Einmaligkeit, Bedeutung / Risiko, Reichweite, Komplexität, Umfang, Zeitdruck.
 
2. = Fixkosten
 
3. = Variable Kosten
 
4. Innovationsprojekte, Koordinationsprojekte, Organisationsprojekte.
 
5. Sie sind gekennzeichnet durch neue Zielsetzungen, vielen Unbekannten und einer Vielzahl von möglichen Lösungswegen. Beispiele: Industrieanlagen ( Produktionseinheiten, Kraftwerke, Anlagen, etc. )
Entwicklung neuer Produkte ( Smart-Mobil, etc. )
Bauprojekte ( Grosse Überbauungen, Fabriken, Tunnels, Brücken, Staudämme, etc. )
Forschungsprojekte ( Raumfahrt, Medizin, Militär, Informatik, etc. )
 
6. Der Schwerpunkt liegt auf der Koordination von vielen, aber bekannten Teilaufgaben.
Beispiele: Beschaffung und Einführung eines neuen Kampfflugzeuges.
Beschaffung und Einführung einer Produktionsmaschine.
Planung eines neuen Verwaltungsgebäudes und Umzug.
 
7. Es sind primär Neugestaltungen von Abläufen sowie Umstrukturierungen
Beispiele: Business-Reengineering, Einführung von Qualitätsmanagementsystemen, Einführung von EDV-Systemen, CIM-Konzepte, Einführung von Simultaneous Engineering.
 
8. Bedeutung, Nutzen und Aufwand, Zeitliche Prioritäten
 
9. Der Auftraggerber, Das Entscheidungsgremium, Der Projektleiter, Die Projektmitarbeiter, Die Mitarbeiter des Fachbereichs.
 
10. Der Projektleiter ist für die fach- und termingerechte Abwicklung des Projektes verantwortlich. Die Spanne der Befugnisse ist von der Projektorganisationsform abhängig. Neben der Managementkompetenz, also der Fähigkeit, Probleme zu analysieren, planen und steuern zu können, ist auch die soziale Kompetenz des Projektleiters ein zentraler Erfolgsfaktor.
 
11. Das Entscheidungsgremium ( Lenkungsausschuss ) wird für ein konkretes Projekt gebildet. Dieses Gremium fällt notwendige Entscheidungen wie: Bestimmung des Projektverantwortlichen, Einrichtung der Projektgruppe, Erteilung des Projektauftrages, Entscheidungen über den Projektfortschritt, Freigabe finanzieller Mittel und Ressourcen, Koordination mit anderen Projekten.
 
12. Unterstützen sich gegenseitig.
 
13. Sind voneinander Unabhängig.
 
14. Schliessen sich gegenseitig aus.
 
15. Ziele sind unklar oder ändern sich laufend.
Uneinigkeit in wesentlichen Belangen.
Von massgebenden Stellen, resp. deren Vertretern nicht oder nur theoretisch akzeptiert, aber praktisch nicht unterstützt.
Als überspitzt, unrealistisch oder gar als unnötig betrachtet.
Projekt nicht "verkauft", bzw. nicht verkaufbar.
 
16. Keine erkennbare Logik des Vorgehens, wie z.B Aufgliederung  in Projektphasen mit klar herausgearbeiteten Zwischenergebnissen und Entscheidungssituationen.
Zu starre bzw. zu bürokratische Vorgehensweise ( Methodik erdrückt Probleme und Lösungsideen ).
Kein Projektmarketing.
 
17. Bei den Instrumenten, Methoden, Organisation. Beim Personal / Menschliches.
 
18. Politik, Kultur, Gesellschaft, Unternehmung, Gesetze, Betriebswirtschaft, Finanzen, Volkswirtschaft, Technologie, Mensch, Natur, Marktwirtschaft.
 
19. Iterativ = Sich wiederholend
 
20. Antrag Anstoss Initialisierung - Vorstudie - Hauptstudie ( Die Summe aller Vorteile grösser ist als die Summe aller Nachteile ) - Teilstudien - Systembau Realisierung - Einführung Umsetzung - Erhaltung - Abschluss Ende.
 
21. Auftrag, Erhebung / Analyse, Würdigung, Lösungsentwurf, Bewertung, Auswahl.
 
22. Die 3 Planungsphasen  ( Vorstudie, Hauptstudie, Teilstudien ) weisen alle die gleiche Grundstruktur nach dem Planungszyklus auf. Sie unterscheiden sich lediglich in der Abgrenzung und im Detaillierungsgrad der jeweils bearbeiteten Problemfelder.
 
23. Unter einer Erhebung wird die Sammlung von Informationen verstanden. Als Analyse wird die Ordnung des erhobenen Informationsmaterials bezeichnet.
 
24. Die Würdigung setzt sich wertend mit dem Ist-Zustand auseinander. Sie fragt nach Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der gegenwärtig vorhandenen Lösung. Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken müssen auf ihre Ursachen untersucht werden, um mit neuen Lösungen nicht Symptome zu kurieren. Sind z.B die Ursachen für Schwächen bekannt, ist es oftmals relativ einfach, auch sinnvolle Lösungen zu finden. Sind die Ursachen für Stärken bekannt, fällt es leichter, sie zu erhalten.
 
25. Nach der Erhebung, Analyse und Würdigung sind Lösungsvarianten zu erarbeiten. Je nach Standort im Planungsfortschritt handelt es sich um Grobkonzepte für das Gesamtproblem ( Vorstudie ), um Grobkonzepte für einzelne Problemfelder bzw. Teilprojekte ( Hauptstudie ) oder um Detailkonzepte ( Teilstudien ).
 
26. In einer Bewertung werden Aussagen darüber gemacht, inwieweit mit Hilfe der erarbeiteten Varianten die gesetzten Ziele erreicht werden können.
 
27. Sie müssen immer die langfristige Zielsetzung eines Unternehmens unterstützen.
 
28. Der Bereich, der organisatorisch verändert werden darf.
Restriktionen wie Budgets oder Muss-Bestandteile der Lösung.
Das Verantwortliche Entscheidungsgremium.
Die zur Mitarbeit im Projekt ernannten Personen.
Der nächste Entscheidungspunkt ( Meilenstein (e) im Projekt ).
Berichtspflichtigen ( wann ist wem in welcher Form Bericht zu erstatten?).
 
29. Vom Projektleiter
 
30. Die Vorstudie ist die erste Planungsphase im Projekt. Alle überhaupt in Frage kommenden Wege werden untersucht. Die Vorstudie hat den Zweck, abzuklären.
 
31. Ob es vernünftig ist, eine Lösung für das Projekt zu suchen.
Ob das richtige Problem erkannt und angefasst wird.
Ob es Lösungen gibt, die in technischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht realisierbar erscheinen.
Ob die Realisierung solcher Lösungen aufgrund von Kriterien, die im Rahmen der Vorstudie zu erarbeiten sind, wünschbar ist ( positive und negative Wirkung des Projekts ).
Ob die Lösung eher punktuelle Verbesserungen oder grundlegende Neuerungen bringen soll.
Für welche Bereiche die Lösung erarbeitet werden soll.
Welchen Anforderungen die Lösung grundsätzlich genügen soll.
Die gesamte Projektplanung.
 
32. In der Hauptstudie wird nur noch der Weg weiter verfolgt, der nach den Untersuchungen in der Vorstudie als der Erfolgsträchtigste angesehen wird. Die Hauptstudie unterscheidet sich also von der Vorstudie dadurch, dass sie sich nur noch mit einem eingegrenzten Gebiet auseinandersetzt, dieses Gebiet nun aber intensiver ausleuchtet.
 
33. In den Teilstudien werden die Grobentwürfe aus der Hauptstudie so weit detailliert, dass diese Planung dann umgesetzt bzw. realisiert werden kann. Als Beispiel liegen bei Bauprojekten die Ausschreibungen vor und die Bauzeichnungen sind in einem Feinheitsgrad verfügbar, dass die Handwerker beginnen können. Bei EDV-Projekten steht das logische Datenmodell fest, die Dateiorganisation ist abschliessend konzipiert, das Programmdesign ist fertig etc. In den Teilstudien erfolgt also die ausführungsreife Planung. Das Ergebnis sind realisationsreife Detaillösungen.
 
34. Im Systembau werden die Konzeptionen aus den Teilstudien realisiert. Bei EDV-Projekten wird programmiert, Tests werden durchgeführt, die physische Datenbank wird erstellt, Erfassungsbelege werden gedruckt etc. Bei konventionellen aufbau- und ablauforganisatorischen Vorhaben ist die Hauptarbeit schon fast getan, es sei denn, mit dem Projekt wären bauliche Massnahmen oder die Installation von Geräten bzw. Maschinen verbunden. Es folgt die Fertigstellung der Dokumentationen. Zum einen ist die Projektdokumentation abzuschliessen. Diese Dokumentation ist während des gesamten Projektfortschrittes laufend zu erstellen. Ausserdem muss die Abschlussdokumentation erarbeitet werden.
 
35. Wer ist in der Einführung zu informieren?
Was muss den Adressanten vermittelt werden?
Wie wird eingeführt ( mündlich oder schriftlich )?
Wer übernimmt die Einführungsaktivitäten?
Wie wird zeitlich eingeführt ( schlagartig, stufenweise oder parallel laufend ) ?
Wann und wo finden die Einführungsmassnahmen statt?
 
36. Die Einführung eines Projektes muss während des Projektes vorbereitet werden. Es wäre zu spät, sich mit der Einführung erst dann auseinander zusetzen, wenn die Planung und die Realisation abgeschlossen sind. Um Widerstände gegenüber neuen Lösungen abzubauen, können folgende Massnahmen eingeleitet werden:
Beteiligung der Betroffenen.
Laufende Information der Betroffenen über die Ziele des Vorhabens und über den Projektfortschritt.
Berücksichtigung der Ziele der Betroffenen.
Selbstverständnis des Projektleiters als "Berater" ( inhouse Consultant ). Die Summe aller Massnahmen, die dazu beitragen, dass neue Lösungen auch akzeptiert und getragen werden, wird als Projektmarketing bezeichnet.
 
37. Nicht überfordern.
Persönliche Betreuung vor Ort.
Hot-Line einrichten.
Alte Regeln ausser Kraft setzen.
Stabilisieren.
 
38. Die Erhaltung dient dazu, die Betriebsbereitschaft zu gewährleisten. Treten Störungen auf, bedeutet das einen "Reparaturauftrag", aber kein neues Projekt. Gleiches gilt für kleinere Anpassungen. Nach der Einführung, möglichst sogar nach einem längeren Praxisbetrieb, sollte das Projekt noch einmal in Bezug auf die Zielerreichung, die Ergebnisse und Kosten/Nutzen kontrollieren werden.